Zur Person

thomas-medicus journalist autorLiteraturpreis 2014 der Wilhelm und Christine Hirschmann Stiftung für das Gesamtwerk

Nominiert für den August-Graf-von-Platen-Literaturpreis 2017

 

 

 

Thomas Medicus, geboren 1953 in Mittelfranken, studierte Germanistik, Politikwissenschaften und Kunstgeschichte in Marburg/Lahn. Promotion 1982.

Er war freier Journalist (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Deutschlandfunk, Basler Zeitung, u.a.), Feuilleton-Redakteur beim "Tagesspiegel" in Berlin, stellvertretender Feuilletonchef der Frankfurter Rundschau sowie Kulturkorrespondent der FR in Berlin.

In den achtziger und neunziger Jahren ist Thomas Medicus regelmäßig nach Mittel- sowie Ostmitteleuropa gereist. Heute arbeitet er als freier Autor und Publizist in Berlin. Von 1996 bis 2014 schrieb, arbeitete und lebte er häufig auch in Dolgie/Polen. Im Sommer 2001. Im Frühjahr 2006 war er Fellow im Fachbereich "Die Gesellschaft der Bundesrepublik" am Hamburger Institut für Sozialforschung. Im Frühjahr 2007 war er auf Einladung des Goethe Institutes Goethe-Munk-Writer in Residence am Munk Centre for International Affairs an der Universität Toronto. 2008 bis 2010 war er Mitarbeiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung im Verbundprojekt "Social Capital im Umbruch europäischer Gesellschaften - Communities, Familien, Generationen" (http://www.ueberlebenimumbruch.de/). 2012 war Thomas Medicus für das Lektorat des umfangreichen Katalogs zur Ausstellung "Verführung Freiheit. Kunst in Europa seit 1945" (DHM Berlin) verantwortlich. Thomas Medicus hat mehrere Jahre eine wissenschaftliche Schreibwerkstatt für Doktoranden am Hamburger Institut für Sozialforschung veranstaltet.

2004 erschien "In den Augen meines Großvaters", das viel Presseresonanz hervorrief. Ulrich Raulff bezeichnete das Buch als „detektivische Ausforschung der Schuld seines Großvaters im Partisanenkrieg“, Sigrid Löffler stellte fest: "Dass ein vorzüglicher Roman zustande kam, das ist die besondere Qualität des Buches.".

Die aufwendig bebilderte, 350 Seiten umfassende Dokumentation "Überleben im Umbruch" - herausgegeben von Heinz Bude, Thomas Medicus und Andreas Willisch - erschien im September 2011 in der Hamburger Edition.

Im März 2012 ist die Biographie "Melitta von Stauffenberg: Ein deutsches Leben" bei Rowohlt Berlin erschienen, im Mai 2013 erschien die Taschenbuchausgabe (rororo). In den Medien ist das Buch auf eine große und ganz überwiegend positive Resonanz gestoßen. Susanne Beyer schrieb im "Spiegel": "Thomas Medicus entwirft das Porträt einer schwierigen, hochinteressanten Frau – ein Leben, das sich gegen Einordnungen sperrt". Johannes Willms schrieb in der Süddeutschen Zeitung: "Eine brillant geschriebene und dokumentierte Biografie."

Im März 2014 erschien beim Rowohlt Berlin Verlag das erzählende Sachbuch "Heimat. Eine Suche". Bei seiner literarischen Expedition in die Provinz seiner Kindheit stößt Thomas Medicus auf ein dunkles zeitgeschichtliches Geheimnis und begegnet dem weltberühmten amerikanischen Schriftsteller J.D. Salinger - "Eine Doppelerzählung, die zugleich die dichte Beschreibung einer historisch-biografischen Momentaufnahme ergibt, die schließlich die Wiederaneignung von Heimat wieder möglich macht" so Harry Nutt in der Berliner Zeitung.  Seit Erscheinen wird er regelmäßig zu Lesungen und Veranstaltungen vor allem im süddeutschen Raum eingeladen.

Für sein Gesamtwerk hat die Wilhelm und Christine Hirschmann Stiftung mit Sitz in Treuchtlingen ihren Literaturpreis 2014 an Thomas Medicus verliehen (März 2014).

Thomas Medicus ist Herausgeber und Autor des Foto-Text-Bandes über die Herrschaft des Nationalsozialismus in der deutschen Provinz: "Verhängnisvoller Wandel, Ansichten aus der Provinz 1933–1949: Die Fotosammlung Biella" (http://thomasmedicus.de/biella). Der Band erschien im September 2016 in der Hamburger Edition - mehrere Veranstaltungen zur Publikation finden im Herbst 2016 und im Januar 2017 statt (siehe TERMINE http://thomasmedicus.de/termine). Außerdem schreibt er an einem weiteren erzählenden Sachbuch für Rowohlt Berlin.

 

 

(Bild: Robert Medicus)